Fliegenfischerstammtisch

- Fliegen zu binden, kann süchtig machen !!
Fliegenfischer treffen sich
Wenn Sie Interesse am Fliegenfischen haben. Egal ob sie Anfänger sind oder schon Erfahrungen mit der Fliegenfischerei haben, lade ich Sie zu unserem monatlichen Fliegenfischerstammtisch ein.
Wir treffen uns an jedem 2. Donnerstag im Monat.
Wir wollen Fliegen binden, das Werfen üben, gemeinsame Angeltouren planen und Anderes mehr.
Also, wenn Sie Interesse am Fliegenfischen haben und einmal zum Schnuppern kommen wollen, dann melden Sie sich bitte bei uns!
G.O.
An der "Weißen Traun" bei Eisenärzt
Am 30. April zog es vier Gronauer Fliegenfischer in das Bayerische Voralpenland, um an der Weißen Traun, einem der besten deutschen Fliegenfischergewässer, mit der Fliegengerte Forellen zu fangen. Mit dabei waren Günter Ohnesorge, Werner Meuser, Wilfried Lohe und Dirk Heinrich. Erstmal galt es aber die ca. 720 km lange Distanz zum Traun(m)-Gewässer zu überwinden. Gegen Mittag waren wir am Ziel und nur zwei Stunden später wurde unser Traunabschnitt in Augenschein genommen. Wenn auch der Wasserstand für die Jahreszeit viel zu niedrig war, ließen wir dennoch keine Zweifel daran aufkommen, dass hier jeder von uns, bei dem guten Fischbestand, seine Fische fangen würde. Am folgenden Tag, dem 1. Mai, wurde dann endlich gefischt. Werner hatte gleich nach seinem zweiten Anwurf eine schöne Bachforelle am Haken, Wilfried und Günter standen Werner nicht lange nach und konnten auch gleich mehrere Forellen über ihre Kescher ziehen. Ich brauchte noch ein wenig Übung und konnte dann auf einen selbst gebundenen Emerger meine erste Bachforelle sicher landen. Am Ende des ersten Angeltages hatte dann jeder von uns über zehn Forellen gefangen, die bis zu 40cm lang waren . Der zweite Angeltag verlief ähnlich, Werner berichtete von einer Vierpfündigen, die er auf einer Parachute-Fliege fing und die ihn etwas länger beschäftigte. Am dritten Tag schlug das Wetter um, es fing an zu regnen und deswegen fischten wir hauptsächlich mit Nymphen, aber auch wieder erfolgreich. Diesmal konnte Günter gleich mehrere über 40 cm lange Fische überlisten. Am Mittwoch hatte ich in einem Gumpen mehrere große Forellen ausgemacht, schon beim dritten Anwurf mit einer Rehhaarsedge bog sich die Rute bis ins Handstück durch. Während des Drills fürchtete ich nicht nur einen Rutenbruch, sondern auch den Verlust dieses kampfstarken Fisches. Aber nach glücklichen, aufregenden 10 Minuten konnte ich meine größte Bachforelle sicher landen. Der Fisch war 52cm lang und geschätzte 5 Pfund schwer. Am nächsten Tag hatte Wilfried dann das Glück auf seiner Seite und zog eine 50er in seinen Kescher. Dazu gesellte sich am selben Tag noch eine 47er und eine 43er Regenbogenforelle. Der letzte Tag verlief ähnlich wie der erste Tag. Viele Forellen wurden von uns gefangen. Nach einem gemütlichen Beisammensein an diesem Abend traten wir am nächsten Tag die Heimreise an.
Im Mai 2011 D.H.

- in den Pausen kam das leibliche Wohl auch nicht zu kurz
Gronauer Fliegenfischer kennen keine Winterpause!
Zurzeit sind unsere stehenden Gewässer zugefroren, die Leine führt Hochwasser und alle Salmoniden, bis auf die Äschen, haben Schonzeit. Bei diesen eisigen Temperaturen geht einfach nichts mehr und deshalb dürfen jetzt auch wieder unsere Fliegenruten im Keller überwintern. Aber dennoch kommt keine lange Weile auf, denn es gilt sich so gut es geht auf die kommende Saison vorzubereiten. Dazu gehört natürlich mit an erster Stelle, das Fliegenbinden. Und so war es dann auch wieder am 16. Dezember soweit. Im Info-Cafe des Lachszentrums trafen sich zehn Vereinsmitglieder um unter Anleitung von Jürgen Sigel Forellenfliegen (Emerger und Maifliegen), Flohkrebse und Köcherfliegenlarven zu binden. Parachute-Emerger sind Trockennymphen die ein Insekt in der Schlupfphase imitieren. Die Maifliege war unsere Trockenfliegenvorgabe, eine Kunstfliege, die nicht ganz einfach herzustellen ist. Das Binden von Bachflohkrebsen und Köcherfliegenlarven gestaltete sich dagegen wieder etwas einfacher.
Fliegenbinden - kann auch für Spinnfischer interessant sein -
Statt wie bisher die Jigköpfe mit Gummifische oder Würmer zu bestücken solltet ihr mal was ganz anderes ausprobieren. Man kann an die Jigs auch sehr gut Streamermaterial binden. Dazu sollten aber nur weiche Materialen wie z.B. synthetische Fasern, Marabufedern oder Felle verwendet werden, denn dadurch spielen die fertigen Jigfliegen im Wasser viel besser und verfehlen ihre Wirkung auf die Raubfische nicht. Jigköpfe gibt es in vielen Größen, verschiedenen Gewichten, Farben und Formen schon fertig im Handel . Der Phantasie sind beim Binden keine Grenzen gesetzt. Um eine "Jigfliege" oder "Jigstreamer" zu binden bedarf es nur einen geringen Materialaufwand und ein paar Grundkenntnisse, die man bei unserem monatlich stattfindenden Fliegenfischerstammtisch leicht lernen kann.
Jan.2010 D.H.

- Ein paar Beispiele von Jigfliegen,

- für den Fang von Barsch und Zander
Gronauer Fliegenfischer an der Ilme
Das Gelernte in die Praxis umsetzen hieß am 4. Oktober für uns angehenden Fliegenfischer vom Fliegenfischerstammtisch. Bei herbstlichen Wetter mit leichten Sturmböen durften wir unser Können an der Ilme bei Einbeck eindrucksvoll unter Beweis stellen. Trotz des sehr niedrigen Wasserstandes der Ilme wurden die Wathosen übergezogen und an die Vorfächer Nymphen geknüpft. An den etwas tieferen Stellen präsentierten wir den Salmoniden mit «eingeübten Würfen» die Kunstköder. Günter Ohnesorge stand uns dabei immer wieder mit Rat und Tat zur Seite. Nach guten zwei Stunden ausgiebigen Anwerfens hatten wir zwar nur wenige, dafür aber sehr schöne gezeichnete Bachforellen gefangen. Am Ende waren wir uns alle einig darüber, das sich der Angelausflug gelohnt hat und unbedingt wiederholt werden sollte.
D.H.
Mit der Fliegenrute vom Alltag ne`Fliege machen
Wer zum Fliegenfischen geht will mehr als nur Angeln. Man sucht die stillen Plätze im oder am Gewässer, Stellen an denen man ganz allein mitten in der Natur ist und solche Stellen gibt es auch in unserem Leineabschnitt. Meistens sind das die Angelplätze die man mit dem Auto nicht erreichen kann. Wer zum Fliegenfischen geht streift seinen stressigen Alltag schon im Schilf ab und konzentriert sich ganz auf das vor ihm strömende Wasser. Nicht gesehen werden und dennoch gut beobachten können, die richtige Auswahl der Fliege, all das trägt ganz entscheident über den Erfolg des Angelausflug´s bei. Ein wahrer Flugangler weiß, was in einem Fischkopf vorgeht und bindet seine Köderfliegen selbst.
Alles Sätze, die man beim Flugangeln beherzigen sollte!
Aber jetzt zurück an unsere Leine. Da vorne ist das Wasser glatt und gleich nebenan verwirbelt ein herabhängender Ast ganz leicht das Wasser. Darunter könnte ein Fisch stehen. Die Kunstfliege wird von mir stromaufwärts geworfen und treibt genau auf den herabhängenden Ast zu. Ihr Schicksal ist besiegelt als sie am Ast vorbei treibt. Es macht leise schwapp und weg ist sie. Anhieb, und schon geht der Tanz los. Die Rute krümmt sich bis ins Handstück, hoffentlich hält der Knoten, der Puls rast und dann der erste Sichtkontakt. Was für ein Fisch! Mindestens einen halben Meter lang, na gut vielleicht etwas kleiner. Egal, jetzt nur nichts verkehrt machen und den ersten maßigen Fisch mit meiner selbst gebundenen Fliege landen. Ja gleich hab ich ihn, nein doch nicht, noch ein Fluchtversuch und wieder gleitet Schnur durch meine Finger. Man das sind doch jetzt bestimmt schon zehn Minuten die ich mit dem Fisch kämpfe. Wieder hole ich Leine ein und kann dabei auch eine größere Bachforelle ausmachen. Dem Fisch schwinden die Kräfte, mühelos lässt er sich jetzt keschern. Die Forelle wird abgehakt und schnell noch ein Beweisfoto geschossen. Mir zittern immer noch die Hände, als ich nachsehen will ob das Foto was geworden ist. Ein Blick auf den Bildschirm der Kamera verrät mir, dass das ein gutes Foto wird.
Einfach mal die Zeit genommen und vom Alltag mit der Fliegenrute ne´Fliege gemacht!
April 2011 D. H.

- mit 37cm kleiner als erwartet, aber immerhin . . .











































